im Bistum Lausanne-Genf-Fribourg 4. Januar
Maro wurde um 530 in Autun (Burgund, Frankreich) als Sohn einer vornehmen spätrömischen Familie geboren und war vermutlich schon in jungen Jahren zum geistlichen Stand berufen. Um das Jahr 574 wurde er zum Bischof von Avenches (Schweiz) ernannt und nahm 585 an der Synode von Mâcon teil. Der Bischofssitz wurde wohl auf Grund der immer zahlreicheren Einfälle der Alamannen nach Lausanne verlegt.
Bischof Maro zeichnete sich durch seine besondere Fürsorge für die Armen aus und führte seinen Familienbesitz wohltätigen Zwecken zu. Er betrieb Ackerbau und fertigte als Goldschmied zahlreiche liturgische Gegenstände selbst an. Auch als Geschichtsschreiber betätigte sich der vielseitige Bischof: Er verfasste eine Fortsetzung derWeltchronik »Epitoma chronicorum« des Heiligen Prosper Tiro von Aquitanien (um 390–455), die er um die Jahre 455–581 ergänzte.
Am 31. Dezember 594 verstarb Maro in Lausanne und wurde in der Kirche St. Thyrsius beigesetzt, die ihm zu Ehren später den Namen St. Marius erhielt.
Darstellung: in bischöflichem Gewand
Attribute: Mitra, Stab; bäuerliche Gerätschaften, Goldschmiedewerkzeug

Quelle: Herder-Verlag
